Sieben bis achteinhalb Zentimeter Figurenhöhe entsprechen etwa den Maßstäben 1:24 bis 1:21 – und sie bedeuten Platz. Auf dieser Fläche werden Augen gemalt statt angedeutet, Kettengeflecht wird als Geflecht lesbar, und Hautübergänge lassen sich über mehrere Lasuren aufbauen. Die Kategorie richtet sich an Malerinnen und Maler, die ein einzelnes Stück zu Ende führen wollen.
Thematisch dominieren historische Motive, vor allem Ritter des 14. Jahrhunderts und Soldaten beider Weltkriege, daneben stehen Zivil- und Pin-up-Motive, Fantasy, Steampunk und biomechanische Entwürfe. Häufig gehört ein szenischer Sockel dazu, der aus der Figur ein kleines Diorama macht.
Diese Größe ist eine Entscheidung gegen die Menge. Statt eines Verbands entsteht ein Stück, an dem alles sitzen muss – weshalb die Modelle mehrteilig kommen und der Sockel mitgeliefert wird, von Pflasterstein über Felsvorsprung bis zu konstruierten Szenenelementen. Der Höhenunterschied zwischen 75 und 85 mm ist klein genug, dass beide Größen dieselbe Vitrine teilen.
Bei historischen Figuren lohnt es, Wappenfarben, Uniformschnitt und Ausrüstung vorher nachzusehen; die große Fläche macht jede Abweichung sichtbar, und bei einem Ritter mit falschem Wappen ist die Arbeit von Wochen entwertet. Genre- und Fantasystücke tragen dagegen eine freie Palette und Experimente mit der Stimmung – Abendlicht, Winterton, farbiger Schatten.
Geliefert wird zerlegt in Körper, Arme, Kopf, Waffen und Sockelteile. Fügen Sie alles zuerst trocken zusammen und entscheiden Sie dann, was separat bemalt wird: Was der Pinsel später nicht erreicht – Innenseiten von Armen, Rückenflächen hinter Umhängen –, wird vorher fertig. Spalten füllen Sie mit Spachtelmasse und schleifen sie nass nach.
Wenn Sie bei großen Figuren anfangen, üben Sie das Lasieren erst auf den Modellbaufiguren 54 mm. Reicht Ihnen die Fläche dann nicht mehr, folgen die Modellbaufiguren 120 mm und die Büsten, bei denen das Porträt alles ist.
Den Überblick über alle Figurengrößen gibt die Kategorie Modellbaufiguren.