35 mm liegt genau auf der Grenze zwischen Spielfigur und Malvorlage. Die Figuren dieser Kategorie sind Charaktermodelle: Einzelstücke mit eigenem Namen und eigener Geschichte – Hauptleute, Seher, Schmiede, Kopfgeldjäger und Gestalten aus dem Grenzbereich der Dark Fantasy –, jeweils mit durchgestaltetem Sockel und oft mit erzählender Pose.
Gegenüber der Tabletop-Standardgröße gewinnen Sie sieben Millimeter, und die merkt man: Fellkragen, Kettenglieder, Gesichtszüge und Metalloberflächen lassen sich hier tatsächlich ausarbeiten, statt sie nur anzudeuten. Geliefert wird unmontiert und unbemalt. Wie Sie auswählen und womit Sie arbeiten, steht unten.
Diese Größe ist für Malerinnen und Maler entstanden, nicht für Regelwerke. Auf einer einzigen Figur lässt sich das ganze Repertoire zeigen: Hautstruktur, Lichtkanten auf Rüstung, ein Blick, der eine Richtung hat. Weil eine Figur an den Abenden einer Woche fertig wird, wächst die Sammlung spürbar – und weil jedes Modell für sich steht, entsteht kein Zwang zur Vollständigkeit.
Für den Anfang eignet sich eine Figur mit großen Flächen – Mantel, glatte Rüstung, ruhiger Stand. Fortgeschrittene greifen zu zerklüfteten Modellen mit Pelzen, Ketten und bestückten Sockeln. Dramatische Gesten und fliegende Umhänge verzeihen Unsauberkeiten weniger, weil das Auge an jeder Kante hängenbleibt.
Einsetzen lassen sich 35-mm-Figuren auch im Spiel, sinnvoller ist es, sie in der Vitrine zu lassen und für den Tisch die Modellbaufiguren 28 mm zu nehmen. Wer beim Malen noch mehr Fläche möchte, geht weiter zu den Modellbaufiguren 54 mm.
Der Sockel ist Teil des Charakters: Felsen, Pflasterstein oder Wurzelwerk erzählen mit. Behandeln Sie ihn so sorgfältig wie die Figur und stimmen Sie die Farbtemperatur beider Teile ab – ein kalt grauer Stein unter einer warm beleuchteten Figur zerlegt das Bild sofort.
Weitere Größen und Genres finden Sie in der Kategorie Modellbaufiguren.