Silikonpinsel sind das unauffällige Hilfsmittel, ohne das das Formen von Modelliermasse unnötig kompliziert wird. Statt eines Haarbündels sitzt am Ende eine elastische Silikonspitze, die die Masse nicht zerzaust, sondern verschiebt und glättet, und die sich nach der Arbeit einfach abwischen lässt. In der Fachsprache heißen sie auch Colour Shaper.
Das Angebot deckt verschiedene Spitzenhärten und Größen ab, von der feinen Spitze für eine Ärmelfalte bis zur breiteren Schaufel für größere Flächen, sowohl in sehr harten als auch in weichen Ausführungen. Unten lesen Sie, was ein Silikonpinsel am Modell wirklich kann und wie Sie die richtige Härte wählen.
Colour Shapers Brushes SIZE 0 - BLACK FIRM
11.96 €
Colour Shapers Brushes SIZE 2 - WHITE SOFT
12.36 €
Colour Shapers Brushes COMBO 0 and 2 - BLACK FIRM
24.76 €
Die Silikonspitze hat eine Eigenschaft, die weder ein Haarpinsel noch ein Metallspatel besitzt: Auf frischem Epoxid oder frischer Masse haftet sie nur minimal. Statt das Material in kleine Spitzen auszuziehen, schiebt sie es über die Oberfläche. Damit lässt sich der Übergang zwischen aufgetragener Masse und dem Kunststoff des Modells so weit glätten, dass später kein Schleifen mehr nötig ist.
Die zweite Anwendung ist genau umgekehrt: Mit Gummi lässt sich eine regelmäßige Textur, eine Falte oder eine Rille in die weiche Masse eindrücken, und weil die Spitze federt, besteht kaum Gefahr, durch eine dünne Schicht bis auf den Kunststoff durchzustoßen. Ein dritter, weniger bekannter Nutzen liegt beim Lackieren: Mit der elastischen Spitze nehmen Sie überschüssige frische Farbe oder einen Wash von einer erhabenen Kante ab, ohne die Schicht darunter zu beschädigen.
Harte Spitzen setzen Widerstand entgegen und halten eine scharfe Kante, sie dienen für Rillen, genaue Einschnitte und das Drücken der Masse in eine Ecke. Weiche Spitzen geben unter Druck nach und arbeiten wie ein Rakel, sie eignen sich für Glätten, Verziehen und feines Texturieren. Die meisten Modellbauer kommen mit je einer harten und einer weichen Spitze aus.
Kleine Spitzen sind für Details in der Größe einer Niete oder einer Stofffalte an einer Figur, größere für Persenninge, Schlamm am Laufwerk und Geländeelemente. Die Form bestimmt die Spur: Eine flache Schaufel glättet, eine runde Spitze drückt eine Wölbung, eine schräg geschnittene Spitze erzeugt Kanten.
Silikon verträgt Wasser und Verdünner, die Reinigung ist also unkompliziert. Entscheidend ist, vor dem Aushärten zu reinigen: Ausgehärtetes Epoxid bekommen Sie von einer weichen Spitze nicht mehr unbeschädigt herunter. Lagern Sie die Spitzen außerdem nicht auf der Spitze stehend, damit sie sich nicht dauerhaft verformen.
Wenn Sie mit dem Modellieren beginnen, legen Sie sich einen Silikonpinsel gleich zur ersten Portion Masse dazu: Er spart vor allem die Zeit, die Sie sonst mit Nachschleifen verbringen.