Air Series ist die Variante für alle, die überwiegend mit der Airbrush lackieren. Die Töne gehen von denselben Vorschriften aus wie die Standardpalette desselben Hauses, sind aber in einer Konsistenz angemischt, die direkt fürs Spritzen gedacht ist.
Damit entfällt das Schätzen am Verhältnis von Farbe und Verdünner, das beim Lackieren darüber entscheidet, ob die Düse zusetzt oder die Farbe abläuft. Die Palette deckt Innenräume von Flugzeugen und äußere Tarnanstriche samt historischer nationaler Töne ab.
Der Unterschied liegt nicht im Ton, sondern in der Konsistenz. Die Farbe ist so eingestellt, dass sie ohne weitere Anpassung durch die Düse geht und dabei genug Pigment für vernünftige Deckung behält. Für die Handarbeit ist sie deshalb weniger geeignet: Am Pinsel läuft sie ab und deckt schwach. Wer beides macht, fährt gut damit, von jeder Variante etwas im Regal zu haben.
Wählen Sie niedrigeren Druck und mehrere dünne Durchgänge. Aus großem Abstand trocknet die Farbe bereits in der Luft an und die Oberfläche wird körnig, aus zu kleinem läuft sie. Das Werkzeug wählen Sie unter Airbrush-Pistolen, die Ausstattung des Arbeitsplatzes unter Airbrush für Modellbauer.
Für diffuse Tarnübergänge spritzen Sie frei Hand ohne Maske, für scharfe Kanten kleben Sie erst auf den ausgehärteten Anstrich. Geben Sie dem Anstrich dafür mehr Zeit, als die Oberfläche beim Antasten vermuten lässt.
Die Farbe trocknet auch auf der Düse schnell an. Bei längeren Pausen spülen Sie die Pistole durch, nach der Arbeit zerlegen Sie sie; die Mittel dazu stehen unter Verdünner und Reiniger.
Die Luftfahrttöne führen zu Flugzeug-Modellbausätzen, Tarntöne auch zu Militärfahrzeugen, wo sich die Farbigkeit beider Bereiche überschneidet. Wenn Sie beides bauen, lohnt es sich, die Palette quer anzulegen, weil eine Reihe nationaler Töne für Flugzeug und Fahrzeug dieselbe war.