Maßstab 1:72 hat bei U-Booten zwei Gesichter. Auf der einen Seite die Hochseeboote, deren Rumpf zwischen etwa 93 cm und 1,3 m lang wird; auf der anderen Kleinst-U-Boote von 13 bis 21 cm, die an einem Wochenende fertig werden. Dazu kommen bemannte Forschungstauchboote und Tiefseefahrzeuge, bis hinunter zu Geräten für mehrere Tausend Meter Tiefe.
Diese Spannweite macht 1:72 zum vielfältigsten Maßstab der Kategorie. Hierhin zielt außerdem der Großteil der Innenausbausätze, Sie können den Rumpf also öffnen und das Leben darin zeigen. Unten lesen Sie, wie Sie aus der Breite nach Platz, Zeit und Thema auswählen.
Die großen Hochseetypen sind Projekte über viele Abende und brauchen ein Regalbrett von mehr als einem Meter. Kleinst-U-Boote messen dagegen wenige Zentimeter mehr als eine Handbreite. Dazwischen stehen Forschungstauchboote, von frühen Tiefseegeräten bis zu modernen bemannten Tauchbooten, die mit kompakten Formen und klaren Farben einen völlig anderen Akzent in die Sammlung bringen.
Ein Meterrumpf ist beeindruckend, verlangt aber Stellfläche und Ausdauer. Wenn Sie den Maßstab nur ausprobieren möchten, beginnen Sie mit einem Kleinst-U-Boot oder einem Forschungstauchboot; Erfahrung und Farben nutzen Sie später am großen Rumpf weiter. Ein großes Boot verlangt außerdem eine Halterung und eine durchdachte Griffführung beim Lackieren, klären Sie das, bevor der erste Kleber die erste Sektion verschließt.
Für die großen Boote erscheinen umfangreiche Resin-Sektionen, vom Dieselmotor bis zur Offiziersmesse; sie stehen unter sonstige Zurüstteile, den Überblick hält Zurüstteile für U-Boote. Ein geöffneter Rumpf mit ausgebautem Innenleben ist eine Disziplin, die kein anderer Maßstab in dieser Form anbietet.
Neben den Booten der Weltkriege stehen Forschungstauchboote in leuchtenden Farben. Zivile Fahrzeuge sind in der Alterung zurückhaltender und setzen zwischen grauen Rümpfen einen Farbakzent, den Besucher ohne Vorkenntnisse verstehen.
Den Überblick über alle Maßstäbe gibt U-Boot-Modellbausätze.