Die matte XF-Serie ist die Tarnfarbenseite der Tamiya-Emailreihe. Hier liegen die Töne, mit denen ganze Anstrichschemata auskommen: deutsche Grau- und Gelbtöne, britisches Sky und Dark Sea Grey, japanische Heeres- und Marinefarben, US-amerikanisches Olive Drab und Neutral Grey, dazu Wüstentöne, Erd- und Khakiabstufungen sowie Haut- und Gummitöne für Figuren und Laufwerke. Matt bedeutet hier nicht stumpf, sondern streulichtfrei: die Oberfläche nimmt Pigment aus Washes gleichmäßig an, weshalb diese Gruppe am Anfang jeder Alterung steht. Flascheninhalt 10 ml, Verdünnung mit Email-Verdünner.
Eine matte Fläche bricht das Licht und lässt ein Modell größer wirken, weil sie keine Spiegelungen einbringt, die es im Maßstab 1:72 oder 1:35 gar nicht geben dürfte. Außerdem verzeiht sie kleine Unregelmäßigkeiten im Untergrund, die Glanz sofort verrät. Der Nachteil: matte Farbe nimmt Decals nur schlecht an und braucht darunter eine glänzende Zwischenlage.
Suchen Sie die Töne eines Fahrzeugs oder Flugzeugs innerhalb derselben Nummerngruppe zusammen. So bleiben Pigmentdichte und Mattierungsgrad vergleichbar, und die Übergänge wirken wie aus einer Lackierkabine. Passende Vorlagen finden Sie unter Militärfahrzeuge.
Für gespritzte Übergänge brauchen Sie niedrigen Druck, dünne Konsistenz und Abstand. Mit Airbrush und zwei bis drei leichten Durchgängen entsteht die typisch verwaschene Trennlinie; harte Kanten legen Sie dagegen mit Maskierband an.
Die Haut- und Stofftöne der Gruppe lassen sich mit dem Pinsel gut schichten, weil Email nachverläuft und keine Striche stehen lässt. Für Gesichter und Uniformen von Modellbaufiguren ist das ein Vorteil gegenüber schnell antrocknendem Acryl.
Auf der matten Oberfläche greifen Pigmente, Washes und Trockenmalerei am besten. Den gesamten Werkzeugkasten dafür finden Sie unter Weathering – arbeiten Sie aber erst, wenn die Grundfarbe vollständig durchgehärtet ist.
Beide Glanzgruppen zusammen stehen unter Tamiya Emailfarben 10 ml, der ganze lösemittelbasierte Zweig unter Emailfarben.