Britische Marine- und Patrouillenflugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg in sechs Tönen, von der zweifarbigen Tarnung der oberen Flächen bis zur weißen Unterseite der späteren Jahre.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Das britische Küstenkommando hatte im Krieg eine undankbare Aufgabe: stundenlang über leerem Wasser zu fliegen und Geleitzüge zu bewachen. Seine Maschinen trugen deshalb andere Farben als die Landflieger, denn sie tarnten sich gegen die Wasserfläche und gegen den Himmel, nicht gegen die Landschaft. Derselben Logik folgten auch die Bordflieger der königlichen Marine, und diese Zusammenstellung deckt beides ab.
Die oberen Flächen deckten ein dunkles Seegrau und ein dunkles Schiefergrau, die zusammen das zweifarbige maritime Muster bildeten. Bei den Flugbooten wurde es schon von Anfang an verwendet, bei den übrigen Maschinen setzte es sich erst im Lauf des Jahres 1941 durch. Die unteren Flächen durchliefen den auffälligsten Wandel: Zuerst trugen sie ein Lichtgrau, etwa ab der Mitte des Jahres 1940 trat ein grünlicher Farbton an, und ab 1941 begann man bei den großen Maschinen Weiß zu verwenden.
Die weiße Unterseite ist für den Modellbauer die interessanteste Position. Sie entstand aus der praktischen Erkenntnis, dass ein dunkles Flugzeug gegen den Himmel früher zu sehen ist, als es selbst ein U-Boot entdeckt. Eine hellere Maschine konnte näher herankommen, und das entschied über den Erfolg der ganzen Patrouille. Ab 1944 vereinheitlichte sich die farbliche Aufteilung dann im ganzen Kommando.
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