Warum dieser Kleber anders arbeitet
Andere Klebstoffe haften auf der Oberfläche. Dieser löst die Oberfläche zuerst auf, die angelösten Teile werden ineinandergedrückt und bilden nach dem Aushärten eine homogene Verbindung. Die praktische Folge: Eine richtig verklebte Naht lässt sich überschleifen, und eine neu gezogene Panellinie läuft darüber hinweg, als wäre dort keine Fuge. Sekundenkleber ist deshalb kein Ersatz für Plastikkleber — er hält sofort, aber die Verbindung ist hart, spröde und bricht beim Schleifen aus.
Wie Sie auswählen
Nach der Konsistenz
Der dünnflüssige Typ, meist als extra thin bezeichnet, wird mit feinem Pinsel an die bereits geschlossene Naht gesetzt und zieht sich selbst hinein. Der dickflüssige bleibt liegen und eignet sich für größere Klebeflächen und für Teile, an denen ein Tropfen ablaufen würde. Pastöse Tubenkleber füllen zusätzlich kleine Unebenheiten und ersetzen bei weniger passgenauen Bausätzen den Spachtel.
Nach der Zeit zum Ausrichten
Lange Rumpfhälften, Motorhauben oder ein zusammengesetzter Flügel wollen abschnittweise ausgerichtet werden. Dafür brauchen Sie einen Kleber mit langsamerem Anzug, der ein Verschieben noch zulässt. Ein kleines Teil, das Sie mit der Pinzette halten, fixieren Sie besser mit einem schnell greifenden Typ.
Nach der Art des Auftragens
Der Pinsel im Verschluss ist universell. Für feine Arbeit ist ein metallischer Kleber-Applikator genauer: Er gibt nur so viel ab, wie in die Naht passt, und senkt damit das Risiko, dass das Lösungsmittel benachbarte Gravuren anfrisst oder ein Klarteil eintrübt.
Was zum Kleben von Polystyrol gehört
Hält die Verbindung, bleibt aber eine sichtbare Rille, geht es im Bereich Spachtelmassen weiter — dort wird gefüllt und anschließend verschliffen.