Die großformatige Büste eines deutschen Panzerkommandanten im Winteranzug sitzt im Maßstab 1:10 in einem Ausschnitt der Trommelkuppel des frühen schweren Panzers Tiger.
Verantwortlichkeitsangaben sind nicht verfügbar.
Eine Büste im Maßstab 1:10 ist eine andere Art Arbeit als eine ganze Figur. Der Rumpf endet unter dem Brustkorb, dafür kommt der Kopf auf über zwei Zentimeter, Gesicht, Augen und die Struktur der Haut tragen also den ganzen Eindruck vom fertigen Stück. Royal Model hat hier die Gestalt mit einem Ausschnitt der Trommelkuppel des Kommandanten verbunden, der zugleich als natürlicher Sockel dient.
Eine weite Fläche verzeiht nicht einmal eine kleine Unebenheit, der Abguss wird vor dem Bemalen deshalb glatt geschliffen und gegen scharfes Streiflicht geprüft. Die Übergänge auf den Wangen werden mit Ölfarben oder stark verdünnten Acrylfarben in vielen dünnen Schichten geschichtet; die Iris malt man mit dem feinsten Pinsel und ergänzt zum Schluss einen Tropfen glänzenden Lacks, damit das Auge lebendig wird.
Die weiße Außenseite des Winteranzugs erhielten die deutschen Besatzungen nach den Erfahrungen des Winters 1941, als der Frost Technik wie Menschen lähmte. Die Trommelkuppel mit Sehschlitzen gehörte zu den ersten Serien des schweren Panzers Tiger und verschwand etwa in der Mitte des Jahres 1943 aus der Fertigung, die Büste hält also einen kurzen und genau abgegrenzten Zeitraum fest – ungefähr vom Einsatz der ersten schweren Panzer bei Leningrad bis zur großen Panzerschlacht des Sommers 1943.
Der Abguss kommt unbemalt; den hölzernen Untersatz für die Büste wählt jeder nach seiner Vitrine.
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